Adrian Dähler – Ein Monat im Amt: Ankommen, führen, begeistern

24. Feb 2026

Mann mit Brille und Bart, gekleidet in einem blauen Anzug mit gemusterter Hemd, lächelt und steht vor einer hellen Wand mit einem Spiegel im Hintergrund. Ein Namensschild ist an seiner Jacke befestigt.
Seit dem 1. Januar 2026 ist Adrian Dähler als Direktor des Park-Hotel am Rhein tätig. Er spricht über seinen bisherigen Weg, seine Führungsphilosophie und seine Ziele für Mitarbeitende, Gäste, Patienten und Bewohner.

Seit dem 1. Januar ist Adrian Dähler offiziell als Direktor des Park-Hotel am Rhein tätig. Im Interview spricht er über seinen bisherigen Weg, seine Vorstellungen von guter Führung, die Bedeutung von Teamgeist und seine Ziele für Mitarbeitende, Gäste, Patienten und Bewohner. Dabei wird deutlich: Im Mittelpunkt stehen für ihn die Menschen – der Respekt untereinander, die Freude an der Arbeit und das gemeinsame Ziel, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Menschen wohlfühlen und gerne zurückkehren.

Sie sind nun seit rund einem Monat Hoteldirektor – wie haben Sie die ersten Wochen erlebt?

A. Dähler: Es war ein sehr intensiver erster Monat mit vielen Begegnungen und Gesprächen. Ich wurde vom Team gut aufgenommen und zügig in das Tagesgeschäft eingebunden.

Gab es etwas, das anders war, als Sie es erwartet hatten? Stimmen Vorstellung und Realität überein?

A. Dähler: Das ist schwer zu sagen; ich stehe noch ganz am Anfang und habe die Bildung des ersten Eindrucks noch nicht abgeschlossen.

Sie kommen ursprünglich aus der Gastronomie. Wie prägt diese Erfahrung heute Ihre Arbeit als Hoteldirektor?

A. Dähler: Es ist ein grosser Vorteil, Problemstellungen, die sich ergeben, bereits aus eigener Erfahrung zu kennen; so kann schnell darauf eingegangen und es können Lösungen gefunden werden.

Was hat Sie motiviert, den Schritt von der Gemeinschaftsgastronomie in die Hotellerie und schliesslich in die Direktion zu machen?

A. Dähler: Ich bin in der Hotellerie ausgebildet und habe viele Jahre in der Branche gearbeitet. Ich kenne dieses wunderbare Umfeld gut und war in den letzten Jahren selbst immer nahe an der Branche dran. Daher kam der Schritt in die neue Funktion für mich nicht überraschend.

Sie werden als praxisnaher und authentischer Führungspersönlichkeit beschrieben – was bedeutet gute Führung für Sie persönlich?

A. Dähler: In erster Linie Vorbild zu sein und auf Augenhöhe mit den Menschen umzugehen – das ist für mich die Basis eines erfolgreichen Führungsalltags.

Was ist Ihnen im Umgang mit Mitarbeitenden besonders wichtig?

A. Dähler: Ein respektvoller Umgang in beide Richtungen ist mir wichtig. Zudem lege ich Wert darauf, die Mitarbeitenden in einem gesunden Masse zu fordern und zu fördern. Jede und jeder, der möchte, soll die Chance erhalten, sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln.

Zwei Männer schütteln sich die Hände in einem eleganten Innenraum. Der Mann links trägt einen blauen Anzug mit einem gemusterten Hemd und einer Namensschilder, während der Mann rechts ein grünes Hemd trägt. Im Hintergrund sind dekorative Elemente und e...

Wie möchten Sie den Teamspirit im Haus weiter stärken?

A. Dähler: Auch hier sehe ich die Führungskräfte als Vorbilder. Wir müssen die Freude an dem, was wir tun, vorleben und unsere Teams damit anstecken. Jede/r soll verstehen, dass seine Aufgabe wichtig ist und diese zum Gesamterfolg beiträgt. Wir dürfen stolz sein in so einem traditionsreichen Haus zu arbeiten und den Bewohnern, Patient, und Gästen Gutes zu tun.

Welche Themen hatten für Sie in den ersten Wochen oberste Priorität?

A. Dähler: Das Kennenlernen der Menschen im Haus. Weiter sicher das Definieren der Zusammenarbeit und das Bilden von Strukturen.

Gab es bereits erste Massnahmen oder Veränderungen, die Sie angestossen haben?

A. Dähler: Ich darf bereits seit einem Jahr im Rahmen des Projektes, viele Veränderungen mitgestalten. Daher kann ich nicht sagen, dass die Veränderungen, die seit Anfang Jahr passieren, erst dann angestossen wurden. Es ist ein Prozess, der seit der Übernahme des Hotels im Jahr 2024 läuft. Nun gilt es, an der Basis zu er kennen, was uns hilft und was wir verändern oder anpassen wollen.

Was möchten Sie für Ihre Mitarbeitenden erreichen? Was für Ihre Gäste?

A. Dähler: Ich habe es bereits erwähnt: Die Mitarbeitenden sollen gerne zur Arbeit kommen und stolz sein auf das, was sie tun. Dann ist schon vieles erreicht und eine gute Grundlage für den Erfolg geschaffen. Gäste, Patienten und Bewohner sollen sich bei uns wohlfühlen, es soll ihnen an nichts fehlen, und sie sollen ihren Aufenthalt bei uns in bester Erinnerung behalten.

Was wäre für Sie ein Zeichen dafür, dass Sie in einem Jahr sagen können: «Wir sind auf dem richtigen Weg»?

A. Dähler: Wir erhalten Feedback von unseren Gästen, Patienten und Residenzbewohnern. An diesen Rückmeldungen können wir tagtäglich messen, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Natürlich zeigen uns auch das gastronomische Angebot und die Auslastung der Restaurants und Hotelzimmer, ob wir erfolgreich arbeiten. Am Ende ist es das Gefühl, wenn man ein Hotel betritt, das einem sagt, ob wir auf dem richtigen Weg sind oder nicht. Die Hotellerie ist eine Branche um und mit Menschen; oberste Priorität ist, dass eine gute Stimmung besteht, in der erfolgreich gearbeitet werden kann.

Beschreiben Sie sich in wenigen Sätzen.

A. Dähler: Ich bin ein positiver und lösungsorientierter Mensch, schätze Ordnung und Klarheit und weiss gerne, woran ich bin. Ebenso sollte immer Platz für ein Lachen sein; Spass und Freude sind wichtige Voraussetzungen, um erfolgreich und glücklich zu sein.

Was motiviert Sie jeden Morgen aufs Neue?

A. Dähler: Ich gehe gerne zur Arbeit, möglicherweise liegt es daran, dass ich das tue, was ich mag. Zudem bin ich ein positiv denkender Mensch, sehe Probleme als Herausforderungen und bin überzeugt, dass es immer eine Lösung gibt. Das lässt mich mit einer gewissen Gelassenheit in den Alltag starten.

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